Donnerstag, 16. Juni 2016

"Tsunami 2004", "Tsunami Boot 813" und "Internationale Tsunami Museen" Khao Lak, Ban Bang Niang, Thailand

Tsunami 2004

"Tsunami Boot 813" und "Internationale Tsunami Museen" 

in Khao Lak, Ban Bang Niang, Thailand


Reist man nach Khao Lak, setzt man sich vor und während des Urlaubes mit dem Tsunami, der Khao Lak 2004 heimgesucht hat, auseinander. Man beschäftigt sich schon vor dem Urlaub mit der großen Tragödie, die man nicht vergessen hat, obwohl man es selber nur in den Medien verfolgt hat. Es fängt damit an, dass man sich Informationen sucht, die beschreiben, wie ein Tsunami entsteht, wie man sich verhält, woran erkennt man ihn usw. Durch diese Suchanfragen stößt man mit voller Gewalt auf die Vergangenheit. Khao Lak war eins der betroffensten Gebiete bei dem Tsunami 2004. Ca. 5500 Menschen haben ihr Leben dort verloren, darunter auch viele Touristen. Es gibt Youtube Filme, die mit voller Gewalt zeigen, wie die Welle in Khao Lak aufgeschlagen ist. Wie Boote und Menschen vom Meer verschlungen werden oder ins Landesinnere geschwemmt werden. Man ist vorgewarnt und fühlt sich sicherer beim Betrachten des Meeres. Man will nicht dieselben Fehler machen, wie die Menschen 2004. Hätten diese damals vorher gewusst, was es heißt, wenn sich das Meer in wenigen Minuten extrem weit zurück zieht, dann hätten einige noch ihr Leben retten können.

Durch die Aufklärung heutzutage und den Tsunami Mess Stationen vor Khao Lak würde eine solche Naturkatastrophe heute nicht mehr ganz so vielen Menschen das Leben kosten. Man könnte eventuell noch einen Berg, das oberste Stockwerk eines Hotels oder andere höher gelegene Punkte erreichen, um zu überleben. Man muss wissen, wann man laufen muss. Alleine die Bewohner sind heute viel sensibler. Damals hat noch jeder gestaunt und aufs Meer geschaut. Die Menschen vor Ort sind von der Erfahrung geprägt und wissen heute, dass sie um ihr Leben laufen müssen, wenn sich das Meer extrem zurück zieht. Die Mess Stationen messen, ob ein Erdbeben stattfindet. Sollte dies sein, so sind sie vorgewarnt und können evakuieren, bevor die Welle, erzeugt durch die Erdverschiebung, aufschlägt. Von daher ist Khao Lak heute sicherer als 2004.  

Die Einheimischen, die überlebt haben, mussten und müssen mit dem Unglück fertig werden und ganz neue Wege gehen. Noch immer liegt, alleine durch das Bewusstsein, was hier passiert ist, eine Melancholie über dem Meer. 

Die Menschen erscheinen an diesem Ort besonders friedfertig und harmonisch. Sie sind sehr feinfühlig und  sehr nett. Zumindest habe ich das bei sehr vielen Menschen an diesem Urlaubs Ort als sehr einzigartig empfunden. Man merkt ihnen an, das man solche Erfahrungen nur verarbeiten kann und irgendwann wieder glücklich leben kann, wenn man neue Wege denkt. Sie haben ihr Schicksal angenommen. Sie jammern nicht. Sie leben damit und erfreuen sich wieder ihrer Zeit auf Erden. Viel bringt sie nicht aus der Fassung. Ein Volk geprägt von den Verlusten der Vergangenheit. 

Man kommt mit der Vergangenheit vor Ort in Berührung. Bei Erzählungen mit Einheimischen, die in die Vergangenheit gehen, hat jeder Menschen verloren und auch die meisten ihren Besitz. Von daher wird man oft bis ans Herz berührt. Wir waren im alten Ort Khao Lak "Ban Khao Lak". Dieser wurde von der Welle komplett zerstört. Die alten Bewohner wohnen heute am Rande eines Berges wenige Kilometer weiter im Landesinneren. Die thailändische Prinzessin hat sie nach dem Tsunami dorthin verlagert, ihnen neue Häuser gebaut. Auf ihren alten Grundstücken haben sie heute Geschäfte eingerichtet. Dem Ort selber merkt man nichts mehr an. Einzig die Gespräche mit Einheimischen und das kleine Tsunami Denkmal am Strand, erinnern an die Katastrophe in Ban Khao Lak.








Fährt man ins Khao Lak Zentrum, nach Ban Bang Niang, befindet sich direkt am Highway 4, gegenüber vom Bang Niang Market, dass Polizei Boot 318 und ein paar International Tsunami Museen. 





Das Polizei Boot 318 ist bei dem Tsunami mehr als einem Kilometer weit ins Landesinnere gespült worden. Man hat es dort als Mahnmal stehen lassen. Lediglich die Schräglage wurde jetzt mit Beton abgemildert. 





Bei dem Boot ist eine Tsunami Information aufgebaut. Es wird z.B. dargestellt wie ein Tsunami entsteht. Wo DER Tsunami entstanden ist. Die Geschichte vom Police Boat 813 und seinen Opfern. Welche Länder der Tsunami getroffen hat usw.

















Tsunami Boat 813

Das Tsunami Boot 813 hat die königliche Familie am 26.12.2004 beim baden in Khao Lak bewacht. Die Tochter und der Enkel vom König haben Urlaub in Khao Lak gemacht. Als die Welle gekommen ist, war der Enkel vom König beim Jetski fahren. Das Boot vor der Küste. Der Enkel ist gestorben, seine Mutter die Prinzessin, hat überlebt. Das Boot wurde über einen Kilometer weit ins Land gespült und ist an dem Ort gelandet, wo es heute noch steht. Viele Leute an Bord von dem Tsunami Boot 813 haben das Unglück nicht überlebt. Bilder von den Verstorbenen sind hier ihnen zu Ehren angebracht.

In der Nähe vom Boot und am am Highway 4 kommt man an mehreren Tsunami Museen vorbei. Diese haben wir nicht besucht. Uns haben die Infos und Infos am Boot gereicht. Aber die Möglichkeit besteht, diese zu besuchen. 

Fazit

Ist man an diesem Ort, wird man einfach traurig. Es wird einem bewusst, was für Natur Gewalten es gibt, wie viele Familien auseinander gerissen worden sind, wie viele Menschen ihr Leben lassen mussten, was die Menschen danach durchgemacht haben müssen. Man ist gefangen von dem Unglück und all dem Leid, dass es über die Betroffenen gebracht hat. Man gedenkt der Toten und der Lebenden.

Das Boot selber mit seinem Info Stand ist schnell durchlaufen. Man kann für die Touren Planung maximal 15 Minuten Aufenthalt einplanen. Will man den Weg zum Meer, wo das Boot hergekommen ist, laufen, dann muss man mehr Zeit mit bringen. Der Weg geht über 1 Kilometer durch Ban Bang Niang bis zum Meer. Eine Stippvisite am Boot 813 kann man mit einem Besuch auf dem Bang Niang Market kombinieren. Beides liegt nah beieinander, am Highway 4, quasi gegenüber. Man muss nur an den Tagen Montag, Mittwoch und Samstag die Tour machen, da sonst der Markt geschlossen hat.  


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